Hochwassergefahrenkarten

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Hochwassergefahrenkarten

logo ÜberflutugnsflächenHochwassergefahrenkarten wurden bis 2015 für alle relevanten Gewässer in einem Gemeinschaftsprojekt der Kommunen und des Landes Baden-Württemberg erstellt. Sie liefern an über 11.000 km Gewässern konkrete Informationen über die mögliche Ausdehnung und Tiefe einer Überflutung durch ein 10-jährliches, 50-jährliches, 100-jährliches und ein extremes Hochwasserereignis.

Somit sind sie die Grundlage für Maßnahmen der Gefahrenabwehr und des Katastrophenschutzes sowie für Bürgerinnen und Bürger, die Schutzmaßnahmen planen oder optimieren.

Auch für die Kommunal- und Regionalplanung spielen die Gefahrenkarten eine zentrale Rolle. Sie ermöglichen es, wichtige Retentionsräume zu schützen und neue Risiken durch zusätzliche Siedlungsflächen zu verhindern. logo ÜberflutungstiefenBereiche, die statistisch einmal in hundert Jahren überflutet werden, sind per Gesetz als „Überschwemmungsgebiete“ festgesetzt. Dort gelten gemäß Bundesrecht besondere Vorschriften für alle Nutzer dieser Flächen.

Die Hochwassergefahrenkarten werden durch die Regierungspräsidien als Flussgebietsbehörden regelmäßig überprüft und soweit erforderlich fortgeschrieben.

Die interaktive Hochwassergefahrenkarte zeigen die bekannten Gefahren durch Hochwasser im gesamten Landesgebiet. Darüber hinaus besteht mit der Hochwasserrisikomanagement-Abfrage (i-Symbol) die Möglichkeit die Überflutungstiefen an einem Punkt für die unterschiedlichen Hochwasserszenarien und alle verfügbaren Informationen der Hochwasserrisikomanagementplanung abzurufen.

Einen kurzen Überblick zum Inhalt der Gefahrenkarten gibt die Kompaktinformation Hochwassergefahrenkarten. Der Leitfaden Hochwassergefahrenkarten in Baden-Württemberg erläutert die Inhalte der Hochwassergefahrenkarten und stellt die Anwendung in den unterschiedlichen Handlungsbereichen dar. Mehr Informationen zum Thema Eigenvorsorge finden Sie hier.

Auswirkungen von Bürgerinnen und Bürgern
Hochwassergefahrenkarten sind für Bauherren, betroffene Anwohner sowie für Industrie und Gewerbe eine Grundlage
  • für die Verhaltensvorsorge (Informationswege, Fluchtwege und Räumungen);
  • für die Bauvorsorge durch angepasste Nutzung und hochwasserangepasste Bauweisen und -materialien bzw. Objektschutzmaßnahmen (z.B. die Abdichtung von Türen und Fenstern) sowie
  • für die sachgerechte Lagerung wassergefährdender Stoffe.

Für Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken, die nach den Gefahrenkarten in gesetzlichen Überschwemmungsgebieten liegen, können sich Restriktionen bei der Nutzung der Grundstücke bis hin zum Bauverbot ergeben. Die Rechtsgrundlage bilden die §§ 76 und 78 des Wasserhaushaltsgesetzes des Bundes und § 65 des Wassergesetzes Baden-Württemberg.

Mehr Informationen zum Thema Eigenvorsorge finden sie hier.

Methodik
Informationen zur angewandten wissenschaftlichen Methode bei der Erstellung der Hochwassergefahrenkarten finden Sie im Methodikpapier Gefahrenkarten rechts in der Box "Infomaterial".

Rechtsgrundlagen
Die Erstellung der Gefahrenkarten beruht auf Artikel 6 der EU-Hochwasserrisikomanagementrichtlinie, der durch § 74 Wasserhaushaltsgesetz in deutsches Recht umgesetzt wurde.

In Baden-Württemberg verantworten die Regierungspräsidien als Flussgebietsbehörden die Erstellung der Hochwassergefahrenkarten und sind für deren Fortschreibung im Rahmen der Anforderungen der Hochwasserrisikomanagementrichtlinie zuständig. Die Darstellung der Überflutungsbereiche für 100-jährliches Hochwasser (HQ100) in den Karten hat zwar nur deklaratorische Wirkung, liefert aber ein starkes Indiz für das Vorliegen eines festgesetzten Überschwemmungsgebiets nach § 65 WG mit den Rechtsfolgen des § 78 WHG (u.a. Verbot der Ausweisung von Baugebieten und der Errichtung von baulichen Anlagen).

Die Hochwassergefahrenkarten in Baden-Württemberg beruhen auf
der EG-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie (HWRM-RL)
dem Wasserhaushaltsgesetzes der Bundesrepublik Deutschland (WHG)
dem Wassergesetz für Baden-Württemberg (WG).


 
Beispiel HWGK Kartentypen
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Interaktive HWGK

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