Sommer ohne Sonne – Tambora und die Folgen

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Sommer ohne Sonne – Tambora und die Folgen

Baustein 2: Herausforderung Naturgewalten: Ernährungs- und Biodiversitätssicherung in Zeiten des Klimawandels
Anmelde-Nr. 22 BRL (2015)
Termin Do., 16.4.2015, 18:00-21:00
Ort 70599 Stuttgart, Universität Hohenheim (Stadtkreis Stuttgart)
Teilnehmerkreis Ernährungssektor,Klimaorganisationen
Tagungsleitung Lisa Bäuerle, Umweltakademie
Beginn , 18:00 Uhr
Ende , 21:00 Uhr
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4-teilige Vortragsreihe zum 200. Jahrestag des Vulkanausbruchs Tambora und dessen weltweite Folgen für Klima, Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft, in Kooperation mit dem Haus der Geschichte, der Universität Hohenheim, dem Sparkassenverband Baden-Württemberg, dem Linden-Museum sowie der Veranstaltungs­gesellschaft in Stuttgart

Für die Menschheit verheerend, für die Natur erdgeschichtlich gesehen völlig normal: Vor 200 Jahren, im April 1815, brach der Vulkan Tambora auf der Insel Sumbawa im heutigen Indonesien aus und schleuderte Staub und Asche in die Atmosphäre, wo sie sich verteilte und sich wie ein Schleier um den gesamten Erdball legte. Das durch die Eruption ausgeworfene Material bewirkte für einige Teile Europas Klimaveränderungen, die dem Jahr 1816 die Bezeichnung »Jahr ohne Sommer« einbrachte. In Teilen der nörd­lichen Hemisphäre und insbesondere im Gebiet des heutigen Baden-Württemberg kam es durch Missernten, begleitet vom Hungertod zahlreicher Nutztiere, zur schlimmsten Hungersnot des 19. Jahrhunderts. Die klimatischen Veränderungen und die damit einhergehenden Missernten und Hungersnöte haben die Geschichte des Landes Baden-Württemberg maßgeblich mit geprägt und lassen sich noch heute auf vielfältigste Weise wiederfinden.
In vier aufeinander folgenden Forumsveranstaltungen werden nicht nur die geologischen Ereignisse der damaligen Zeit, sondern auch deren Auswirkungen auf klimatische, ökologische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklungen im Land reflektiert und der Bezug zu unserer heutigen Zeit hergestellt.

Schwerpunkte
  • Geschichts- und Wirtschaftshistorie um 1815;
  • Naturgewalten – Antrieb für Fortschritt, Klima- und Umweltvorsorge;
  • Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen
  • Ernährungssicherung und Klimawandel;


Baustein 2: »Herausforderung Naturgewalten: Ernährungs- und Biodiversitätssicherung in Zeiten des Klimawandels«
Die Ernährungssicherung ist eine der zentralen Herausforderungen unseres Jahrhunderts. Ein erhöhter Nahrungsmittelbedarf aufgrund der konstant wachsenden Weltbevölkerung steht den künftig immer kleiner werdenden Agrarflächen gegenüber. Zwangsläufig muss die Landwirtschaft daher sowohl auf effizientere Produktionstechnologien zurückgreifen, als auch in bisher unbekannte Gebiete vordringen, was sie jedoch anfälliger für Störfaktoren von außen macht. Natur- und Umweltkatastrophen wirken sich heute daher mehr denn je auf die Landwirtschaft aus und machen sie zu einem oft unkalkulierbaren Risiko.

Der zweite Teil der Vortragsreihe »Sommer ohne Sonne – Tambora und die Folgen« widmet sich alten und neuen Landwirtschaftsformen und beleuchtet das Zusammenspiel zwischen Agrarwirtschaft und Naturgewalten. Im Fokus steht dabei der Ausbruch des Tambora im Jahr 1815 und den damit einhergehenden landwirtschaftlichen Folgen und bis heute wirkende Vorsorgeentscheidungen wie der Begründung einer landwirtschaftlichen Universität für Baden-Württemberg.

 
Sitz der Umweltakademie im ehemaligen Dienstsitz des ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss in seiner Zeit als Kultminister von Württemberg-Baden
Veranstaltungen/Fachtagungen
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