Umweltakademie setzt Standards:

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Umweltakademie setzt Standards:

10. baden-württembergischer Umweltbildungskongress stand ganz im Zeichen digitaler Medien

Baden-Württemberg23.6.2016„Ohne Naturkenntnisse gibt es keinen Umweltschutz und ohne Umweltschutz haben wir keine Zukunft“, so Helmfried Meinel, Ministerialdirektor im Umweltministerium bei der Eröffnung des 10. Umweltbildungskongresses, zu dem die Umweltakademie Baden-Württemberg in das Kongresszentrum nach Kornwestheim eingeladen hatte.
Gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Ursula Keck konnte der Leiter der Akademie für Natur- und Umweltschutz, Claus-Peter Hutter rund 180 Teilnehmer aus allen Bereichen Deutschlands sowie verschiedenen europäischen Regionen willkommen heißen. Das Ziel des Kongresses war die Statusbestimmung und Diskussion, wie sich die Umweltbildung angesichts der Möglichkeiten der Informations-Technologien weiterentwickelt. Der Titel des Kongresses war zugleich Programm: „Google, Facebook & Co. – wie helfen moderne Medien bei der Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung?“.

Der Teilnehmerkreis war war auch fachlich breit gefächert – von Erziehern, Lehrern, über Mitarbeiter von Naturschutzzentren und Museen bis hin zu Landschaftsführern, Artenschutzbeauftragten, Mitarbeitern von Naturparks, Biosphären- und Nationalparkzentren. Genauso vertreten waren Universitäten, Fachhochschulen und andere Forschungseinrichtungen. „Es ist uns gerade wichtig, die Fachzirkel zu durchbrechen und Menschen aus den verschiedensten Bereichen zum Dialog zusammenzuführen“, betonte Akademieleiter C.-P. Hutter. Im Mittelpuntk stand auch die Verknüpfung mit der Praxis. Themen waren in Fachforen etwa:
  • Digitale Schnitzeljagd zur Ernährungsbildung von Jugendlichen in der Natur
  • Nachhaltiges Lernen durch Simulation und Spiel
  • Online-Dialog als Möglichkeit der Bürgerbeteiligung – ein Beispiel aus dem Nationalpark Schwarzwald
  • Facebook – Nutzen sozialer Medien für die Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung
  • Begegnungen in der Landschaft – mit den Audioguides unterwegs.


Bei der Eröffnungsrede betonte Ministerialdirektor Meinel, dass es immer schwieriger werde, insbesondere junge Menschen zu erreichen und ihnen Natur nahe zu bringen, sie für den Wert der Umwelt zu sensibilisieren und fit dafür zu machen, mit den natürlichen Lebensgrundlagen sorgsam umzugehen und sie zu schützen.

„Es geht deshalb heute darum, vor allem junge Menschen wieder an die natürlichen Lebensgrundlagen heranzuführen und sie zu begeistern für Natur und Naturerleben. Dafür müssen wir lernen, ihre Sprache zu sprechen und ihre Kommunkationswege zu nutzen“, so Meinel.
„Umweltbildung“, so der Leiter der Umweltakademie, Claus-Peter Hutter, ist die Grundlage für nachhaltige Zukunftssicherung und Demokratiefähigkeit. Wenn Menschen nicht mehr bemerken, dass etwa Tier- und Pflanzenarten aus ihrer Umgebung verschwinden, weil diese sie nicht mehr kennen, können Sie auch von ihren demokratischen Rechten, entsprechendes Handeln einzufordern, keinen Gebrauch machen. Umweltbildung gehe deshalb weit über die Vermittlung von Wissen und Fakten hinaus.“

Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung, so der Tenor der Tagung ist heute weniger denn je an nationale Grenzen gebunden. Wie keine Generation vor uns in der gesamten Menschheitsgeschichte gebe es heute die Möglichkeit, weltweit und in Echtzeit zu kommunizieren, Wissen weiterzugeben und Ideen zu diskutieren. „Diese Chance sollte intensiv genutzt werden, betonten die Redner bei dem von Volker Angres, Leiter der ZDF-Umweltredaktion moderierten Kongress. Denn ebenso gilt: wie keine Generation vor uns stehen wir vor existenziellen umweltpolitischen Herausforderungen, die wir nun gemeinsam, global, bewältigen können.“

Der Umweltbildungskongress im Veranstaltungszentrum „Das K – Kultur- und Kongresszentrum“ in Kornwestheim umfasse in diesem Jahr auch den zweiten Naturschutzgipfel Baden-Württemberg sowie die vierten „European days of environmental education and sustainable development“, die jährlich abwechselnd in einer der Regionen der sogenannten „Vier Motoren für Europa“ stattfindet. Die Regionen sind Baden-Württemberg, Lombardei (Italien), Katalonien (Spanien) und Rhône-Alpes (Frankreich).





Quelle: Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg

 
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Rückfragen
Brigitte Schindzielorz
Akademie für Natur- und Umweltschutz
beim Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
brigitte.schindzielorz@um.bwl.de

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